UP 1: Die Habsburgermonarchie als Laboratorium der Nationalitätenpolitik, 1848–1914

Dieses Unterprojekt spürt den Anfängen dieser Idee in der Habsburgermonarchie nach und untersucht ihre Zirkulation und ihren Wandel bis zum Ersten Weltkrieg. Zeitgenössische Verfechter dieses Konzepts reichten von austromarxistischen Theoretikern und liberalen Juristen bis hin zu politischen Akteuren in Mähren, Bosnien, Galizien und der Bukowina. Sie alle waren durch einen eng verflochtenen öffentlichen Raum miteinander verbunden. Dieses Unterprojekt möchte zeigen, dass ab der Jahrhundertwende viele Zeitgenossen nicht-territoriale Autonomieelemente als den Schlüssel zur Lösung nationaler Konflikte ansahen.


Börries Kuzmany

Studium der Geschichte und Slawistik in Wien, Paris und Moskau. Promotion 2008 im Rahmen eines Kooperationsdoktorat (Cotutelle) zwischen den Universitäten Wien und Paris Sorbonne. Er war Postdoktorand im Doktoratskolleg „Das österreichische Galizien und sein multikulturelles Erbe“ an der Universität Wien, Schrödinger-Stipendiat an der Central European University und APART-Stipendiat am Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichteforschung und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen. 2017 warb er einen ERC Starting Grant zum Thema des Transfers nicht-territorialer Formen nationaler Selbstverwaltung ein.

Website: https://homepage.univie.ac.at/boerries.kuzmany


Im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union wird dieses Projekt Europäischen Forschungsrat (ERC) unter der Fördervereinbarungsnummer 758015 gefördert