UP 6: Die Instrumentalisierung dieser Idee im rechtsradikalen Milieu der Sudetendeutschen Partei in den 1930er Jahren

Dieses Unterprojekt untersucht die rechtsradikalen Anpassungen der nicht-territorialen Autonomie in der Zwischenkriegszeit und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf das ethno-föderalistische Modell der Sudetendeutschen Partei. Es erkundet, wie die deutschen Minderheitsaktivisten in der Tschechoslowakei, die mit dem Mährischen Ausgleich, den austromarxistischen Schriften und den Empfehlungen des Europäischen Nationalitätenkongresses Kongresses vertraut waren, nicht-territoriale Autonomie zu einem Werkzeug völkisch-nationalistischer Politik transformierten. Das Hauptziel ist zu zeigen, wie und warum die ursprünglich liberale Idee an die Sprache und Bedürfnisse illiberaler oder sogar rassistischer Ideologien angepasst werden konnte.


Oskar Mulej

Oskar Mulej studierte Geschichte und Philosophie an der Universität Laibach. Im Jahr 2018 wurde er an der Mitteleuropäischen Universität (CEU) in Budapest zum Doktor der Vergleichenden Geschichte Mittel-, Ost- und Südosteuropas promoviert. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklungen und Transformationen der nicht-territorialen Autonomie in den böhmischen Ländern und den adriatischen Provinzen des (ehemaligen) Cisleithaniens.


Im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union wird dieses Projekt Europäischen Forschungsrat (ERC) unter der Fördervereinbarungsnummer 758015 gefördert