UP 3: Die implizite Übernahme nicht-territorialer Autonomieelemente im revolutionären Russland, 1917–1925

Dieses Unterprojekt untersucht, wie und in welchem Ausmaß das Konzept der nicht-territorialen Autonomie in das politische Spektrum der radikalen Linken übersetzt werden konnte. Während Menschewiki, Sozialrevolutionäre und Jüdische Bundisten diese Idee aktiv propagierten, kritisierten die Bolschewiki das austromarxistische Modell als bürgerlich und nationalistisch. Die Arbeitshypothese dieses Unterprojekts ist jedoch, dass die junge Sowjetunion bei der Selbstverwaltung der nicht-russischen Bevölkerung aus pragmatischen Gründen auch mit nicht-territorialen Autonomieelementen experimentierte.


Matthias Battis

Matthias Battis studierte Kulturwissenschaften (BA) an der Europa Universität Viadrina und an der Universität Warschau. Es folgten ein MPhil in Russian and East European Studies und eine Promotion in Geschichte an der Universität Oxford (2016) . Anschließend forschte er als Postdoktorand sowohl am Center for Historical Research der National Research University – Higher School of Economics in Sankt Petersburg als auch an der School of Slavonic and East European Studies und dem Institute of Advanced Studies des University College London (UCL).


Im Rahmen des Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms der Europäischen Union wird dieses Projekt Europäischen Forschungsrat (ERC) unter der Fördervereinbarungsnummer 758015 gefördert